Aufgabe vollständig gelöst
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Ein positiver Biosignatur-Test bei einer Lebenswahrscheinlichkeit von 16% 5 Schritte
Ein Biosignatur-Test fällt positiv aus — und die Wahrscheinlichkeit für Leben liegt bei 16%. Begründen Sie, warum das so ist, und ermitteln Sie dann, für die Verbesserung welcher der beiden Kennzahlen des Tests Sie tatsächlich Geld ausgeben würden.
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Der Satz von Bayes gewichtet die zwei Wege, auf denen ein positives Ergebnis entstehen kann: einen echten Nachweis oder einen Fehlalarm. Beide sind Wahrscheinlichkeiten der Evidenz, und die Apriori-Wahrscheinlichkeit entscheidet darüber, wie viel von beidem von vornherein vorliegt.
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Einsetzen liefert 0,0150 richtig Positive gegenüber 0,0784 falsch Positiven. Die Fehlalarme überwiegen die echten Nachweise im Verhältnis fünf zu eins, und am Test ist nichts defekt — die Apriori-Wahrscheinlichkeit ist schlicht gering.
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Ein positives Ergebnis ergibt somit 16,06% für Leben und 83,94% für einen Fehlalarm. Dies ist dieselbe Arithmetik wie bei einem medizinischen Screening auf eine seltene Krankheit, und sie überrascht die Menschen auf genau dieselbe Weise.
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Die Odds-Form macht die Struktur sichtbar: Apriori-Odds multipliziert mit dem Likelihood-Quotienten. Der Test liefert einen Faktor von 9,375, was reale Evidenz darstellt — er geht lediglich von einer Chance von 1 zu 49 aus.
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Variieren Sie nun die beiden Eingaben. Eine Erhöhung der Sensitivität von 0,75 in Richtung 1 kann die Evidenz um maximal das 1,33-Fache steigern. Eine Senkung der Falsch-Positiv-Rate von 0,08 auf 0,01 multipliziert sie mit acht, und die Aposteriori-Wahrscheinlichkeit steigt auf 60,5%.
Antwort
Das Werkzeug gibt eine Aposteriori-Wahrscheinlichkeit von 16,06%, einen Fehlalarm-Anteil von 83,94% und einen Bayes-Faktor von 9,38 aus. Der handlungsrelevante Teil ist Schritt 5. Die Sensitivität ist nach oben durch 1 beschränkt, sodass ihre Verbesserung einer Obergrenze unterliegt; die Falsch-Positiv-Rate hat keine Untergrenze, weshalb dort der Hebel liegt. Bei einer Falsch-Positiv-Rate von 0,001 würde dasselbe positive Ergebnis 93,9% bedeuten. Aus diesem Grund wird bei Behauptungen über Biosignaturen eher über den Ausschluss abiotischer Erklärungen gestritten als über die Nachweisstärke — im Nenner spielt sich der gesamte Kampf ab.
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Lernpfad
Prioren und woher sie kommen
Quellen (2)
- Insight block 1 — the phosphine claim that moved straight into a geochemistry dispute: J. S. Greaves et al., "Phosphine gas in the cloud decks of Venus." Nature Astronomy 5, 655–664, 2020.
- Insight block 3 — the fallacy by its courtroom name: W. C. Thompson and E. L. Schumann, "Interpretation of statistical evidence in criminal trials: The prosecutor's fallacy and the defense attorney's fallacy." Law and Human Behavior 11(3), 167–187, 1987.