DNA-Codon-Übersetzer

Gib eine DNA-Sequenz ein, um ihre RNA-Codons, die Aminosäuren-Übersetzung und den GC-Gehalt zu sehen.

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Die Degeneration und der Ursprung des Codes 🖖

Der genetische Code ist die universelle Sprache des irdischen Lebens und ordnet 64 mögliche Drei-Buchstaben-Codon-Kombinationen 20 Aminosäuren zu. Da es mehr Codons als Aminosäuren gibt, ist der Code degeneriert (redundant). Die meisten Aminosäuren werden durch mehrere Codons spezifiziert, die sich meist nur in ihrer dritten Base unterscheiden. Dieses als 'Wobble'-Paarung bekannte Phänomen wirkt als kritischer biologischer Puffer: Viele Einzelpunktmutationen in der DNA-Sequenz verändern die resultierende Aminosäuresequenz nicht, was Organismen vor schädlichen genetischen Veränderungen schützt. Die Struktur des Codes ist hochgradig optimiert, um die Auswirkungen von Übersetzungsfehlern zu minimieren.

Das Leben in Dreierschritten lesen 🖖

Eine Zelle liest die DNA in überschneidungsfreien Dreiergruppen aus Basen, den Codons. Die Translation beginnt am Startcodon ATG (das zugleich für Methionin steht) und läuft Codon für Codon, bis ein Stoppsignal folgt — TAA, TAG oder TGA. Dieses Werkzeug zerlegt deine Sequenz in diese Tripletts und zeigt die jeweils codierte Aminosäure. Das Entscheidende: Der Startpunkt zählt — verschiebt man ihn um eine einzige Base, ändert sich jedes folgende Codon und es entsteht ein völlig anderes Protein.

Der 'universelle' Code hat Dialekte 🖖

Der genetische Code ist fast universell, aber nicht ganz. Deine eigenen Mitochondrien lesen ihn anders als der Rest deiner Zellen: TGA, sonst ein Stoppsignal, wird als Tryptophan gelesen, ATA wird zu Methionin statt Isoleucin, und AGA/AGG wechseln von Arginin zu Stopp. Manche einzelligen Ciliaten deuten Stoppcodons sogar in Glutamin um. Dasselbe Triplett kann also je nach lesendem Genom Verschiedenes bedeuten.

Beispielaufgaben