Bloch-Kugel-Explorer

Ein-Qubit-Zustände, Basismessungen und Gatter-Rotationen auf der Bloch-Kugel

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Interferenz-Kompass 🖖

Die relative Phase ist der Kernmechanismus des Quantencomputings. Auf dem Äquator der Bloch-Kugel ist der Zustand eine Überlagerung von |0⟩ und |1⟩. Bei Messungen in der X- oder Y-Basis interferieren diese beiden Komponenten. Abhängig von der Phase phi addieren sie sich entweder konstruktiv (richten sich in der komplexen Ebene aus, um 100% Wahrscheinlichkeit zu ergeben) oder destruktiv (löschen sich auf 0% aus). Der interaktive Kompass unten zeigt diese dynamische Interferenz bei variierendem delta.

Ein Qubit passt auf einen Globus 🖖

Der gesamte Zustand eines einzelnen Qubits ist nur ein Punkt auf der Oberfläche dieser Kugel. Der Nordpol ist |0⟩, der Südpol ist |1⟩, und alles dazwischen ist eine Superposition. Der Breitengrad (θ) legt fest, wie sich die Wahrscheinlichkeiten zwischen 0 und 1 aufteilen — die Pole bedeuten Gewissheit, der Äquator eine 50/50-Münze —, während der Längengrad (φ) die Phase bestimmt. Praktisch heißt das: Eine Messung in der Z-Basis fragt einfach, zu welcher Hemisphäre dein Punkt neigt.

720° bis man wieder daheim ist 🖖

Beachte den halben Winkel: Der Zustand verwendet cos(θ/2), nicht cos(θ). Dieser Faktor zwei ist das Kennzeichen einer tiefen Verbindung — 3D-Drehungen bilden die Gruppe SO(3), doch der wahre Zustandsraum eines Qubits ist SU(2), die sich zweimal um sie windet. Die Folge ist verblüffend: Dreht man ein Qubit volle 360°, kippt sein Zustandsvektor zu -|ψ⟩, statt zurückzukehren; erst eine zweite Umdrehung, volle 720°, stellt ihn wieder her. Jedes Elektron zeigt dieses Spinor-Verhalten, veranschaulicht durch Diracs Gürteltrick.

Beispielaufgaben