Aufgabe vollständig gelöst
-
Zwei Iterationen, um ein markiertes Element unter 8 zu finden 5 Schritte
Der Grover-Algorithmus findet ein markiertes Element unter 8 in zwei Iterationen. Finden Sie heraus, woher die Zwei kommt — und was passiert, wenn Sie eine dritte ausführen.
-
Bevor irgendetwas läuft, ist der Zustand eine gleichmäßige Superposition: Jedes Element ist gleich wahrscheinlich, sodass das markierte Element 1/8 der Wahrscheinlichkeit trägt. Das ist dasselbe wie ein klassisches zufälliges Raten, und das Feld gibt beides aus, um dies zu verdeutlichen.
-
Jede Grover-Iteration ist eine Drehung um einen festen Winkel in einer zweidimensionalen Ebene, die vom markierten Zustand und allem anderen aufgespannt wird. Der Winkel ergibt sich aus der Amplitude und beträgt für N = 8 etwa 20,7°.
-
Die Wahrscheinlichkeit ist also keine Kurve, die ansteigt und sich abflacht — sie ist ein Sinusquadrat, und sie steigt steil an: 12,5%, dann 78,1%, dann 94,5%.
-
Der optimale Stopppunkt ist die Drehung, die 90° am nächsten kommt, was π/4-mal die Quadratwurzel aus N ist. Für acht Elemente ist das 2,22, und da man keine fraktionale Iteration durchführen kann, sind es 2.
-
Führen Sie eine dritte aus, und die Drehung schießt über das Ziel hinaus. Die Wahrscheinlichkeit fällt auf 33,0% — schlechter als nach einer Iteration, und sie steuert wieder auf den Ausgangspunkt zu.
Antwort
Das Tool zeigt sowohl für die Ausgangssuperposition als auch für die klassische 1-aus-N-Wahrscheinlichkeit 12,50 % an und beendet den automatischen Durchlauf bei 2. Mit den Steuerungen für den Einzelschritt und den Sprung ans Ende kommst du jedoch bis 5. Das Überschwingen überrascht viele: Mehr Iterationen verschlechtern das Ergebnis, denn die Amplitudenverstärkung ist eine Drehung, und bei Drehungen gelangst du irgendwann wieder zum Ausgangspunkt. Deshalb ist Grovers Beschleunigung auch nur quadratisch und nicht exponentiell. Um 90° zu erreichen, sind etwa √N Drehungen nötig; bei 8 Elementen also 2, bei einer Million 785. Das ist nützlich, aber weit entfernt von dem exponentiellen Vorteil, den das Wort „Quantensuche“ vermuten lässt.
-
Quellen (1)
- The algorithm this tool steps through: L. K. Grover, "A fast quantum mechanical algorithm for database search." Proceedings of the 28th Annual ACM Symposium on Theory of Computing, 212–219, 1996.