Break-Even-Rechner

Deckungsbeitrags-Sicht auf den betrieblichen Break-even.

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warum der Break-even nicht dein Ziel ist 🖖

Der Break-even ist die Untergrenze, nicht das Ziel. Die Zahl sagt dir, wie viele Einheiten du verkaufen musst, um keine Verluste mehr zu machen — aber sie sagt nichts darüber aus, wie schnell du danach Gewinn ansammelst. Diese Geschwindigkeit nennt man operativen Hebel: Wenn Fixkosten einen großen Anteil der Gesamtkosten ausmachen, wächst der Gewinn steil, sobald du Q* überschreitest. Ein SaaS-Unternehmen mit 85 % Bruttomarge skaliert dramatisch; ein margenschwacher Einzelhändler braucht riesige Volumina, nur um solvent zu bleiben. Der Deckungsbeitrag (p − VC) ist der eigentliche Hebel: Preis erhöhen, variable Kosten senken, oder beides. Fixkosten legen die Schwelle fest, aber der Deckungsbeitrag bestimmt die Steigung.

wo sich die beiden Linien kreuzen 🖖

Jedes Geschäft hat zwei laufende Summen: das eingehende Geld (Preis mal verkaufte Einheiten) und das ausgehende Geld (Fixkosten plus variable Kosten mal Einheiten). Der Break-even ist einfach der Punkt, an dem sich diese beiden Linien treffen. Eine Einheit weniger, und du bist in den roten Zahlen; eine mehr, und du bist im Plus. Die Formel Q* = Fixkosten / (Preis − variable Kosten) findet genau diesen Schnittpunkt, sodass du dein Ziel siehst, bevor du einen Cent ausgibst.

Airlines rechnen den Break-even pro Sitz 🖖

Fluggesellschaften zählen selten Einheiten. Stattdessen verfolgen sie den Break-even-Sitzladefaktor: den Anteil der Sitze, der verkauft werden muss, damit ein Flug seine Kosten deckt — meist etwa 70–80%. Das formuliert den Break-even nicht als Stückzahl, sondern als Prozentsatz einer festen Kapazität: dieselbe Algebra, gefragt als "wie voll müssen wir sein?" Eine Strecke mit 65% Break-even ist eine Gelddruckmaschine; eine bei 95% ist eine schlechte Woche vom Ruin entfernt.

Beispielaufgaben