Angebots-Nachfrage-Schock-Simulator

Gleichgewichtsreaktion auf Marktschocks

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warum Steigungen für die Schockwirkung entscheidend sind 🖖

Die Form dieser beiden Linien bestimmt, wer einen Schock abfedert, und das zeigt sich direkt in der Algebra: Eine reine Nachfrageverschiebung bewegt das neue Gleichgewicht entlang der Angebotskurve, ein reiner Angebotsschock bewegt es entlang der Nachfragekurve. Leitet man P* = (a−c)/(b+d) ab, zeigt sich, dass die Mengenreaktion eines Nachfrageschocks geteilt durch seine Preisreaktion, ΔQ/ΔP, genau d ergibt — den Steigungskoeffizienten der Angebotskurve. Ein großes d bedeutet, dass die Menge den Großteil des Schocks auffängt und der Preis kaum reagiert, weil sich das Angebot leicht an neue Nachfrage anpasst; ein kleines d zwingt fast die gesamte Anpassung auf den Preis — der algebraische Grund, warum unelastische Märkte wie Wohnen oder Öl bei Nachfrageschocks vor allem beim Preis statt bei der Menge reagieren.

den Schnittpunkt ablesen 🖖

Das Gleichgewicht ist einfach der Punkt, an dem sich Angebots- und Nachfragekurve schneiden — der einzige Preis, bei dem die nachgefragte Menge der angebotenen entspricht. Verschiebt man eine Kurve, wandert dieser Schnittpunkt zu einem neuen Preis und einer neuen Menge. Faustregel: Steigende Nachfrage treibt Preis und Menge nach oben, während ein größeres Angebot die Menge erhöht, aber den Preis senkt.

warum Rohdaten beide Kurven verbergen 🖖

Hier die überraschende Wendung, die die Ökonometrie begründete: Trägt man reale Preis- und Mengenpunkte auf, erhält man weder die Angebots- noch die Nachfragekurve. Da sich beide gleichzeitig verschieben, zeichnet die Punktwolke eine Mischung aus beiden. Elmer Working legte das 1927 dar — zum Entwirren braucht es eine Instrumentvariable, die nur eine Kurve bewegt, etwa Wetter, das allein das Angebot verschiebt.

Beispielaufgaben