EINE STUFE EINER KETTE — WAS ANKOMMT, WAS HERAUSGEHT, WAS DANACH BRICHT
Wo diese Stufe in der Encoding-Pipeline sitzt
Ein Video-Encoder ist kein einzelner Algorithmus, sondern acht Stufen in fester Reihenfolge — und die Reihenfolge ist nicht beliebig: Jede Stufe existiert, weil die vorherige ihre Arbeit erst möglich gemacht hat. Dieses Werkzeug modelliert eine davon. Die Kette unten verlinkt die anderen sieben.
Bitrate-zu-Dateigröße-Rechner — rechnet die von der Kette erzeugte Bitrate in eine Dateigröße und damit in eine Auslieferungsgrenze um
- Was ankommt
- Eine durchschnittliche Bitrate aus dem codierten Strom.
- Was herausgeht
- Eine Dateigröße und die Antwort, ob sie hineinpasst.
- Was die nächste Stufe voraussetzt
- Nichts danach. Hier kommt allerdings die Vorgabe ursprünglich her — das Ziel, das in Stufe 07 an die Ratensteuerung übergeben wird.
- Was hier schiefgeht
- Größe ist Bitrate mal Dauer, also Arithmetik und keine Codec-Entscheidung. Nützlich ist die Rückrichtung: eine Größengrenze geteilt durch die Dauer ergibt das Bitratenbudget, in dem jede frühere Stufe leben muss.
Aufgabe vollständig gelöst
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Dateigröße eines zehnminütigen Videos mit 6 Mbit/s für das Bild 5 Schritte
Ein zehnminütiges Video mit 6 Mbit/s Bild und 192 kbit/s Ton. Berechnen Sie die Dateigröße und beantworten Sie dann die Frage, die über die Encoder-Einstellungen entscheidet: Wie viel davon macht das Audio aus?
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Bitraten addieren sich. Der Container enthält beide Streams, daher ist für die Größe die Summe beider entscheidend.
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Die Größe ist Bitrate mal Dauer, und die einzige Falle sind die Einheiten: Bitraten werden in Bits angegeben, Dateien in Bytes gemessen. Teilt man durch acht, ist genau der Faktor, den man leicht vergisst, derjenige, der eine Schätzung um das Achtfache zu groß geraten lässt.
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Hinzu kommt der Overhead des Containers selbst – Header, Index, Interleaving –, der hier mit 3% veranschlagt wird.
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Der Audioanteil ist das interessante Verhältnis. Er macht 3,1% der Bitrate aus, und genau diese 3,1% entsprechen 14,4 MB der fertigen Datei.
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Bei einer Obergrenze von 520 MB verbleiben der Datei 41,67 MB Spielraum, sodass die Videobitrate eher leicht erhöht werden könnte, anstatt das Audio zu beschneiden.
Antwort
Das Werkzeug gibt insgesamt 6,192 Mbit/s, eine Nutzlast von 464,4 MB und eine Endgröße von 478,33 MB aus. Die Zahl, die Entscheidungen verändert, lautet 3,1%. Die Halbierung der Audiobitrate – woran man zuerst denkt – spart etwa 7 MB einer 478 MB großen Datei, kostet aber jeden Hörer hörbare Qualität. Dieselben 7 MB beim Video einzusparen entspricht einer Bitratenreduktion von 1,5%, die niemand bemerken würde. Die Arithmetik ist trivial und der Trugschluss weit verbreitet, weil 192 kbit/s neben 6 Mbit/s nur so lange nach viel klingen, bis man merkt, welche davon die kleine Zahl ist.
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Quellen (1)
- The binary prefixes block 3 separates from the SI ones: IEC 80000-13:2008, Quantities and units — Part 13: Information science and technology, which defines the kibibyte, mebibyte and gibibyte precisely so that "MB" need not be ambiguous.