Aufgabe vollständig gelöst
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Durchschnittliche Erhöhung für zwölf Personen mit 45.000, die 6% erhalten, und achtundvierzig mit 72.000 7 Schritte
Zwölf Personen mit einem Gehalt von 45.000 bekommen 6 % mehr. Achtundvierzig Personen mit 72.000 bekommen 2 %. Wie hoch war die durchschnittliche Erhöhung? Es gibt zwei vertretbare Antworten und eine falsche, und meistens wird ausgerechnet die falsche zitiert.
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Die verlockende Lösung ist, einfach die beiden Prozentsätze zu mitteln. Das gibt einer Abteilung von zwölf Leuten das gleiche Gewicht wie einer von achtundvierzig – genau der Fehler, den das obige Tool aufzeigen soll. Notiere dir die Zahl trotzdem, denn 4 % ist der Wert, der am Ende in der Bekanntmachung steht.
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Gewichtet man stattdessen nach der Mitarbeiterzahl, zählt jede Person genau einmal. Das ist die ehrliche Antwort auf die Frage "Was hat der durchschnittliche Angestellte bekommen?", und sie liegt bereits mehr als einen Prozentpunkt unter der verkündeten Zahl.
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Geld wird allerdings nicht pro Kopf bezahlt. Die zweite Abteilung ist viermal so groß und jeder dort verdient mehr, sie macht also 86 % der gesamten Lohnsumme aus. Rechne ruhig einmal aus, was jede Gruppe vor der Gehaltserhöhung tatsächlich kostet.
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Gewichtet man nach der Lohnsumme, erhält man den Wert, den das Budget spürt – also den Prozentsatz, um den die Gehaltskosten tatsächlich gestiegen sind. Dieser ist noch einmal niedriger, weil die höhere prozentuale Erhöhung auf den kleineren Topf entfiel.
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Beide Antworten sind richtig. Sie beantworten unterschiedliche Fragen, und welche man braucht, hängt davon ab, ob man Menschen oder Geld zählt. Das Geld ist in beiden Fällen dasselbe, und ihm ist es völlig egal, welcher Durchschnitt zitiert wird.
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Nun zu dem Teil, den dir dieses Tool nicht zeigen kann. Jeder der obigen gewichteten Durchschnitte geht davon aus, dass vorher und nachher dieselben Personen da sind. Nehmen wir mal zwanzig Angestellte, zehn mit 30.000 und zehn mit 60.000 – im Schnitt also 45.000.
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Entlässt man die zehn Geringstverdienenden und kürzt das Gehalt aller Verbleibenden um 10 %, liegt der Durchschnitt plötzlich bei 54.000. Er ist um ein Fünftel gestiegen, obwohl jeder einzelne noch Beschäftigte ein Zehntel eingebüßt hat und zehn weitere alles verloren haben. Nirgendwo wurde ein Gewichtungsfehler gemacht; die betrachtete Gruppe hat sich schlichtweg unter der Durchschnittslinie verändert. Deshalb muss die Aussage "der Durchschnittslohn ist gestiegen" immer im Zusammenhang damit gelesen werden, wer überhaupt noch gezählt wurde.
Antwort
2,80 % gewichtet nach Mitarbeiterzahl, 2,54 % gewichtet nach Lohnsumme und etwa 101.500 pro Jahr an tatsächlichem Geld. Die 4 % sind die einzige Zahl, die schlichtweg falsch ist, und genau sie wird verkündet.
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Lernpfad
Eine Zahl für Viele: Statistisches Zusammenfassen
Quellen (2)
- The weighted mean, the balance-point property, and why averaging averages misleads Freedman, D., Pisani, R. and Purves, R. (2007). Statistics (4th ed.). W. W. Norton — Part II, on averages and the pitfalls of pooling groups of unequal size.
- The reversal this tool deliberately does NOT claim Simpson, E. H. (1951). The Interpretation of Interaction in Contingency Tables. Journal of the Royal Statistical Society: Series B, 13(2), 238–241.