Hookesches Gesetz & Federlabor
Erkunde in Echtzeit Kraft, Federkonstante, Auslenkung, gespeicherte elastische Energie sowie Reihen- und Parallelschaltungen von Federn.
Potenzialtöpfe und harmonische Bewegung 🖖
Das Hookesche Gesetz, F = -kx, beschreibt das linear-elastische Verhalten deformierter Materialien. Das negative Vorzeichen steht fĂŒr die RĂŒckstellkraft, die das System in das Gleichgewicht zurĂŒckdrĂŒckt. Auf atomarer Ebene ist es eine NĂ€herung erster Ordnung des Lennard-Jones-Potenzials chemischer Bindungen. Nahe dem Minimum eines Potenzialtopfs ist die potenzielle Energie nĂ€herungsweise quadratisch: U = 1/2 kxÂČ. Diese quadratische Energieform fĂŒhrt dazu, dass jede kleine Schwingung eine einfache harmonische Schwingung auslöst, deren Frequenz unabhĂ€ngig von der Schwingungsweite ist.
Steifigkeit â und wie Federn zusammenspielen 🖖
Das Hookesche Gesetz besagt nur, dass eine Feder mit einer Kraft zurĂŒckdrĂŒckt, die direkt proportional dazu ist, wie weit man sie dehnt oder staucht â die Federkonstante k ist einfach ihre Steifigkeit in Newton pro Meter. Der Systemmodus zeigt eine hĂŒbsche Ăberraschung: Zwei gleiche Federn nebeneinander (parallel) verdoppeln die Steifigkeit, dieselben beiden hintereinander (in Reihe) werden hingegen nur halb so steif. Federn zu verketten macht sie weicher, nicht stĂ€rker.
Hooke versteckte sein Gesetz in einem Anagramm 🖖
1676 wollte Robert Hooke seine Entdeckung noch nicht preisgeben und veröffentlichte sie als verwĂŒrfeltes lateinisches Anagramm: ceiiinosssttuv. Zwei Jahre spĂ€ter löste er es auf â ut tensio, sic vis, âwie die Dehnung, so die Kraftâ. Er sicherte sich die PrioritĂ€t, wĂ€hrend er an federgetriebenen Uhren arbeitete. Dasselbe lineare Gesetz steckt heute in KĂŒchenwaagen, Autofederungen und im Klicken eines Druckkugelschreibers.