Die beiden Vorgaben für die erzwungene Schwingung unterscheiden sich nur im Takt: Masse, Feder, Dämpfung und Erregerkraft von 1,2 sind gleich. Lediglich die Kreisfrequenz der Erregung ändert sich, von 4,00 auf 2,2 rad/s. Dadurch sinkt die angezeigte Vergrößerung M von 6,667 auf 1,424, also um den Faktor 4,68. Bei Resonanz ist M genau 1/(2ζ). Eine statische Auslenkung von 0,0750 m wird hier somit zu einer Schwingungsamplitude von 0,5000 m. Derselbe Ausdruck 1/(2ζ) bestimmt auch die Wartezeit. Die Hüllkurve wächst mit einer Zeitkonstanten von 3,333 s an, während die Periodendauer 1,571 s beträgt. Bis 95 % der vollen Amplitude erreicht sind, vergehen daher etwa 6,4 Perioden, nahezu derselbe Wert wie 6,667. Eine Resonanz, die hundertfach verstärkt, braucht ungefähr hundert Perioden, um sich aufzubauen. Deshalb muss ein Weinglas gleichmäßig und anhaltend angesungen werden; ein kurzer Schrei genügt nicht.