Ein Logarithmus ist ein Exponent. log_b(x) ist die Potenz, in die du b erheben musst, um x zu erhalten. log_b(x) = y und by = x sind also ein und dieselbe Aussage in zwei Lesarten.
Was die einzelnen Symbole bedeuten
b
- die Basis. Das ist die Zahl, die potenziert wird. Sie kann jeden positiven Wert außer 1 annehmen. Wenn du 1 potenzierst, erhältst du immer nur 1. Ein anderes x könntest du so nie erreichen.
x
- das Argument. Das ist der Wert, den du erreichen willst. Er muss positiv sein. Keine reelle Potenz einer positiven Basis fällt jemals auf null oder darunter.
y
- das Ergebnis, also der Exponent selbst. Hier gibt es keine Einschränkungen. Unabhängig von der Basis ist der Wert exakt 0, wenn x gleich 1 ist. Bei einer Basis größer als 1 ist das Ergebnis negativ für x kleiner 1 und positiv für alle Werte darüber. Bei einer Basis kleiner als 1 vertauschen sich diese beiden Hälften. Das ist der halfBase-Fall.
Woher die Formel kommt
- Beginne mit der Definition. Wenn
log_b(x) = y gilt, dann ist by = x.
- Bilde auf beiden Seiten den natürlichen Logarithmus. Was du auf der einen Seite tust, musst du auch auf der anderen tun. Das ergibt
ln(by) = ln(x).
- Das Logarithmusgesetz für Potenzen zieht den Exponenten nach vorne, also
ln(by) = y·ln(b). Übrig bleibt y·ln(b) = ln(x).
- Teile durch
ln(b). Daraus folgt y = ln(x) / ln(b). Das ist die Basiswechselformel. Genau diese Zeile steht im Panel oben. Für die Basis 2 und x = 2 lautet sie 0.69 / 0.69 = 1.
So liest du, was du siehst
Es sind drei Kurven gezeichnet. Da ist zunächst deine Kurve für die gewählte Basis. Dazu kommen ln(x) und log₁₀(x) als feste Referenzen zum Vergleichen. Alle drei verlaufen durch den kleinen Punkt bei (1, 0). Jede Basis hoch 0 ergibt nämlich 1. Der größere Punkt liegt dort, wo das Argument gleich der Basis ist, also bei (b, 1). Er gleitet an der Kurve entlang, wenn du die Basis verschiebst. Fährst du mit der Maus über den Graphen, werden dir alle drei Logarithmen für dieses genaue x angezeigt.
- Setzt voraus
b > 0, b ≠ 1 und x > 0. Das sind keine reinen Formalitäten. Es sind exakt die Bedingungen, unter denen die Frage „b hoch wie viel ergibt x?“ genau eine reelle Lösung hat.
- Versagt, wenn
- Die Basis 1 ist der interessante Fehlerfall. Schritt 4 zeigt den Grund. Die Herleitung teilt durch
ln(b), und ln(1) = 0. Daher ist der Wert nicht einfach nur groß, sondern undefiniert. Du kannst dort nicht verweilen. Tippe eine 1 als Basis ein und sie wird durch 0.99 ersetzt. Dort teilt die Basiswechselformel durch einen Wert nahe −0,01. Das Ergebnis springt für dasselbe x = 2 auf −68.97. Unterhalb von 1 bleibt dieser Divisor negativ und die gesamte Kurve kippt um. Es ist immer noch ein Logarithmus, aber jetzt ein fallender.