Simulator für Übersetzung & Drehzahl

warum eines dieser Zahnräder überhaupt nichts an der Übersetzung ändert und ein anderes dafür alles

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Die mittleren Zahnräder ändern nur die Drehrichtung 🖖

Bei einem einfachen Getriebe ist die Übersetzung die letzte Zähnezahl geteilt durch die erste. Jedes Zahnrad dazwischen kürzt sich heraus. Die Voreinstellung läuft von 12 auf 36 Zähne über Zwischenräder mit 36 und 24 Zähnen und ergibt genau 3,00:1. Ersetze diese beiden Räder mal durch 20 und 90, 100 und 8 oder 12 und 12. Die Anzeige bleibt bei 3,00:1 und 400 U/min. Ein Zwischenzahnrad ist natürlich trotzdem nützlich. Es kehrt die Drehrichtung um oder überbrückt den Abstand zwischen zwei Wellen. Das ist eine wichtige Aufgabe, aber eben keine Übersetzung.

Mehrstufige Getriebe multiplizieren 🖖

Setzt du ein zweites Zahnrad fest auf dieselbe Welle, multiplizieren sich die Übersetzungen der Stufen, statt sich aufzuheben. Die Voreinstellung für das mehrstufige Getriebe verwendet Zahnräder mit 12, 36, 12 und 48 Zähnen. Die beiden Stufen haben die Übersetzungen 3,00 und 4,00; zusammen ergibt das 12,000. Dabei kommt es ebenso auf die Zahnräder wie auf ihre Anordnung an: Verbindest du die Zahnräder des einfachen Räderzugs mit 12, 36, 24 und 36 Zähnen auf dieselbe Weise, erhältst du 4,50. Schließlich haben die letzten beiden Räder 24 und 36 Zähne, nicht 12 und 48. Mit mehreren Stufen erreicht ein Getriebe auf engem Raum eine große Übersetzung. Ein Schnecken- oder Planetengetriebe schafft das auf andere Weise.

Drehzahl und Drehmoment werden gegeneinander getauscht, die Leistung bleibt unangetastet 🖖

Ein Übersetzungsverhältnis von 12 verringert die Drehzahl auf ein Zwölftel und verzwölffacht das Drehmoment: Aus 1.200 U/min und 10 N·m am Eingang werden 100 U/min und 120 N·m am Ausgang. Das Produkt beträgt auf beiden Seiten 12.000, unabhängig davon, welche Zähnezahlen du einstellst. Lässt du das Getriebe mit der Schnellgang-Voreinstellung rückwärts laufen, ergeben sich nach derselben Rechnung aus 500 U/min bei 100 N·m nun 4.500 U/min bei 11,1 N·m. Zahnräder tauschen Drehzahl gegen Drehmoment; Leistung erzeugen sie dabei nicht.

Aufgaben vollständig gelöst

  1. Die zwei Zahnräder in der Mitte, die überhaupt keinen Unterschied machen 7 Schritte

    Lade Einfacher Räderzug mit Zwischenrad: 12, 36, 24 und 36 Zähne, am Eingang 1.200 U/min bei 10 N·m. Die Anzeige nennt ein Übersetzungsverhältnis von 3,00:1. Zwei der vier Zähnezahlen haben darauf keinen Einfluss. Weise nach, welche es sind. Ändere anschließend die Anordnung der Stufen und prüfe, welche Übersetzung dieselben vier Zahnräder tatsächlich ergeben können.

    1. Eine Regel gilt für jeden Zahneingriff: Wo sich zwei Zahnräder berühren, passieren die Zähne den Kontaktpunkt mit der gleichen Rate, sodass sich das kleinere Zahnrad im exakten Verhältnis der Zähnezahlen schneller dreht.

    2. Ein einfaches Getriebe besteht aus drei Zahneingriffen hintereinander; man multipliziert also die drei.

    3. Setzt man die Zahlen ein, wirkt jede Stufe bedeutsam: erst 3,00, dann 0,667, dann 1,50.

    4. Nun kürzt man. Jede mittlere Zähnezahl steht einmal im Zähler und einmal im Nenner, sodass das gesamte Produkt auf das Verhältnis der letzten zur ersten Zähnezahl zusammenschrumpft und die dazwischen liegenden Zahnräder keine Spur darin hinterlassen.

    5. Der Rest ergibt sich allein aus dem Übersetzungsverhältnis. Die Drehzahl teilt sich, das Drehmoment multipliziert sich.

    6. Und das Produkt bleibt unberührt. Zahnräder verlagern Leistung zwischen Drehzahl und Kraft; sie erzeugen niemals welche, und das Werkzeug hält dies bei jeder Einstellung ein.

    7. Damit die mittleren Zahnräder die Übersetzung beeinflussen, setze zwei davon auf dieselbe Welle. So müssen sie sich gemeinsam drehen. Die Übersetzungen der Stufen multiplizieren sich nun, statt sich aufzuheben, und dieselben vier Zähnezahlen ergeben 4,50 statt 3,00.

    Antwort

    Das Übersetzungsverhältnis beträgt 36/12 = 3 und wird als 3,00:1 angezeigt. Die Zahnräder 2 und 3 haben darauf keinen Einfluss. Auch wenn du alle Zwischenradpaare durchgehst, die das Werkzeug zulässt, ändert sich das Verhältnis nicht.

    Ein Zwischenrad ist keineswegs nutzlos; es trägt nur nicht zur Übersetzung bei. Es kehrt die Drehrichtung des Abtriebs um, was die Anzeige durch die wechselnde Pfeilrichtung entlang des Räderzugs zeigt. Außerdem überbrückt es Abstände, ohne dass dafür eine längere Kette oder ein größeres Zahnradpaar nötig wäre. Die Drehzahl der letzten Welle kann es jedoch nicht verändern. Für eine große Übersetzung auf engem Raum verwendet man deshalb mehrere gekoppelte Stufen: Stell die Anordnung um, und mit denselben Zähnezahlen ergibt sich 3,00 × 1,50 = 4,50, dazu 266,7 U/min und 45,0 N·m. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Getriebe und einer bloßen Reihe von Zahnrädern.

  2. Die Welle in der Mitte eines zweistufigen Getriebes 6 Schritte

    Lade Mehrstufig (12:1): 12, 36, 12 und 48 Zähne, am Eingang 1.200 U/min bei 10 N·m, am Ausgang 100 U/min und 120 N·m. Zwischen diesen beiden Wellen sitzt eine dritte, die die Anzeige nie erwähnt. Rechne aus, was sie trägt, und entscheide dann, welche der beiden Stufen die größere Untersetzung übernehmen sollte.

    1. Die beiden Stufen multiplizieren sich, weil die Zahnräder 2 und 3 auf einer Welle sitzen und sich nicht unabhängig voneinander drehen können. Drei mal vier ist zwölf, und die Karten für Drehzahl und Drehmoment folgen allein aus dieser Zahl.

    2. Auf dieser Welle endet die erste Stufe und beginnt die zweite. Diese Welle dreht sich mit der Eingangsdrehzahl geteilt durch das erste Verhältnis und trägt das damit multiplizierte Eingangsmoment.

    3. Damit bleibt das Produkt ein zweites Mal unberührt. Die Anzeige zeigt schon, dass es zwischen Ein- und Ausgang gilt; in der Mitte gilt es ebenso, denn ein Räderzug hat keinen Ort, an dem er etwas speichern könnte.

    4. Tausch jetzt die Stufen: vier zuerst, drei danach. Die Gesamtübersetzung bleibt 12,00:1, der Abtrieb bleibt bei 100 U/min und 120 N·m, auf der Seite ist also nichts zu sehen, was sich geändert hätte. Die mittlere Welle hat sich geändert: Jetzt läuft sie langsamer und trägt ein Drittel mehr Moment.

    5. Die allgemeine Aussage ist kurz. Das erste Verhältnis legt die mittlere Welle vollständig fest, und die beiden Verhältnisse müssen sich zu der Gesamtübersetzung multiplizieren, die du haben wolltest. Das mittlere Moment landet also irgendwo zwischen dem des Eingangs und dem des Ausgangs und nie außerhalb.

    6. Die Wahl lohnt sich, weil eine Welle nach dem Moment ausgelegt wird und nicht nach der Drehzahl. Bei einer festen zulässigen Schubspannung geht der Durchmesser mit der dritten Wurzel des Moments.

    Antwort

    400 U/min bei 30 N·m, und 12.000 U/min·N·m, dasselbe Produkt wie an beiden Enden.

    Setz die kleine Untersetzung nach vorn, und die mittlere Welle läuft schnell und leicht belastet; setz die große nach vorn, und sie läuft langsam und schwer. Die Anordnung 3-dann-4 dieser Voreinstellung ergibt 30 N·m, die Anordnung 4-dann-3 ergibt 40, und die Regel mit der dritten Wurzel macht daraus rund 10 % beim Wellendurchmesser und 21 % beim Gewicht. Die schnelle Welle hat eigene Kosten. Die Lager laufen mit 400 statt 300 U/min, und die Zahnräder greifen bei höherer Wälzkreisgeschwindigkeit ineinander, die Regel ist also ein Ausgangspunkt und kein Urteil. Leicht zu übersehen ist das Ganze, weil Gesamtübersetzung, Abtriebsdrehzahl, Abtriebsmoment und Drehrichtung in beiden Fällen identisch sind. Jede Karte auf der Seite ist blind für diese Entscheidung.

Lernpfad

Einfache Maschinen: Kraft gegen Weg tauschen

Führt zu screw-thread

Beispielaufgaben

  • Einfaches Getriebe - Zwölf auf sechsunddreißig Zähne über zwei Zwischenräder. Die Übersetzung beträgt 3,00:1. Die beiden mittleren Zahnräder könnten fast jede beliebige Größe haben, ohne dass sich daran etwas ändert.
  • Untersetzung (4:1) - Eine Untersetzung von vier zu eins. Vorne 1.800 U/min rein, hinten 450 raus, und das Drehmoment steigt von 15 auf 60 N·m.
  • Mehrstufig (12:1) - 12, 36, 12 und 48 Zähne, mehrstufig: 3,00 × 4,00 = 12,000, also 100 U/min und 120 N·m am Ausgang.
  • Schnellgang-Getriebe - Andersherum gestuft. Aus 500 U/min werden 4.500, und aus 100 N·m werden 11,1. Die Leistung liegt auf beiden Seiten bei 50.000.