Lektion
Die Theorie — Thin-Film Interference
Dünnschichtinterferenz: Licht, das an den beiden Grenzflächen einer Schicht reflektiert wird, kehrt als zwei Wellen zurück. Die zweite Welle wird durch eine Schicht mit Brechungsindex n1 und Dicke d bei senkrechtem Einfall um δ = 4πn1d/λ verzögert. Jede Grenzfläche reflektiert eine Amplitude r = (na − nb)/(na + nb), die dort negativ ist, wo das Licht in ein dichteres Material übergeht. Das Addieren der Wellen, inklusive jeder Reflexion innerhalb der Schicht, ergibt den Reflexionsgrad R = (r01² + r1s² + 2r01r1s cos δ)/(1 + r01²r1s² + 2r01r1s cos δ).
Was die einzelnen Symbole bedeuten
d- die Dicke der Schicht, in nm
n_1- der Brechungsindex der Schicht bei der betrachteten Wellenlänge; Wasser hat 1,3347 bei 550 nm
δ- wie weit das Licht von der unteren Grenzfläche zurückfällt, in Radiant: 2π ist eine ganze Wellenlänge
Y- der Lichtreflexionsgrad bei weißem Licht: das reflektierte Spektrum, gewichtet mit der Empfindlichkeit des Auges, 100 % für einen perfekten weißen Reflektor
- Setzt voraus
- Senkrecht einfallendes Licht, eine Schicht von gleichmäßiger Dicke über den betrachteten Bereich und keine Absorption. Ein Seifenfilm wird als Wasser behandelt; die Seifenschichten auf jeder Seite werden nicht modelliert. Weißes Licht ist die CIE-Normlichtart D65.
Aufgabe vollständig gelöst
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Wie viele Glasflächen halbieren das Licht? 3 Schritte
Ein Kameraobjektiv hat viele Glasflächen hintereinander. Wie viele unbeschichtete N-BK7-Flächen sind nötig, damit die Hälfte des Lichts durch Reflexion verloren geht, und wie viele beschichtete? Zähle nur das Licht, das jede Fläche passiert, ohne reflektiert zu werden. Klick auf Beschichtete Linse: Die Seite gibt den Reflexionsgrad bei 550 nm sowohl für die unbeschichtete als auch für die beschichtete Fläche an.
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Jede Fläche lässt 1 − R des ankommenden Lichts durch. Demnach lassen k Flächen (1 − R)k durch. Setze das mit ein Halb gleich:
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Für unbeschichtetes Glas, mit R = 4,239 %:
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Für die beschichtete Fläche, mit R = 1,247 %:
Antwort
Siebzehn unbeschichtete Flächen oder 56 beschichtete. Die Rechnung ergibt k = 16,00 und 55,24, aber Grenzflächen gibt es nur als Ganze: Sechzehn unbeschichtete lassen immer noch 50,01 % durch. Es braucht also neun unbeschichtete Linsenelemente in der Luft, nicht acht, um die Hälfte des 550-nm-Lichts zu verlieren. Zehn Flächen lassen unbeschichtet 64,8 % durch, gegenüber 88,2 % beschichtet. Das verlorene Licht verschwindet nicht: Es springt zwischen den Flächen hin und her und ein Teil davon erreicht das Bild als Streulicht. Das Zeiss-Patent von 1935 nennt diesen Schleier auf dem Negativ als zweiten Grund für die Beschichtung.
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Lernpfad
Wellenoptik
Quellen (3)
- Newton's own account of a soap bubble under a glass cover: the coloured rings descending as the water subsides, and the black spot that grows at the top, from which he first thought no light was reflected (Obs. 17); the order of the colours as the bubble thins, the early ones "very dilute and dirty" (Obs. 18); and the opening of the book, that thin plates show colours "according to their various thinness, altho' at a greater thickness they appear very clear and colourless": I. Newton, Opticks: or, A Treatise of the Reflections, Refractions, Inflections and Colours of Light, 4th edition. William Innys, London, 1730. Book II, Part I, opening paragraph and Observations 17–18.
- Carl Zeiss's patent on raising the transmission of optical parts with a layer of lower index evaporated onto the glass in a vacuum, applied for on 1 November 1935; it gives Fresnel's reflectance, says that reflected and re-reflected light fogs a photographic negative, names calcium fluoride as the layer, and describes Taylor's British patent of 1904 as its forerunner, prompted by old lenses whose weathered patches looked more transparent: Carl Zeiss, Verfahren zur Erhöhung der Lichtdurchlässigkeit optischer Teile durch Erniedrigung des Brechungsexponenten an den Grenzflächen dieser optischen Teile, German patent DE 685767, filed 1 November 1935, published 23 December 1939.
- The CIE 1931 2° colour-matching functions and the spectrum of standard illuminant D65, the two tables every colour on this page is computed from, taken at 5 nm from 380 to 780 nm: CIE, Colour-matching functions of CIE 1931 standard colorimetric observer (dataset CIE_xyz_1931_2deg.csv), 2019, doi:10.25039/CIE.DS.xvudnb9b; and CIE standard illuminant D65 (dataset CIE_std_illum_D65.csv), doi:10.25039/CIE.DS.hjfjmt59. International Commission on Illumination, Vienna.