Lektion
Die Theorie — Der Arago-Fleck
Betrachtet man eine Ebene von einem Punkt im Abstand z dahinter, unterteilt sie sich in Fresnel-Zonen. Das sind Ringe mit Rändern bei rn = √(nλz), wobei das Licht jedes Rings eine halbe Wellenlänge nach dem vorherigen eintrifft. Eine Scheibe oder ein Loch mit Radius a verdeckt N = a²/λz von ihnen. In Fresnels Theorie ist das Zentrum des Schattens einer undurchlässigen Scheibe für jedes N exakt so hell wie der ungestörte Strahl. Dies ist der Arago-Fleck, auch Poisson-Fleck genannt. Das Zentrum des Lichts eines Lochs ist das 4 sin²(πN/2)-Fache des ungestörten Strahls und ist immer schwarz, wenn N gerade ist. Eine Zonenplatte blockiert jede zweite Zone und fokussiert das Licht bei f = r1²/λ.
Was die einzelnen Symbole bedeuten
a- der Radius der Scheibe oder des Lochs
z- der Abstand davon zum Schirm
λ- die Wellenlänge
N- a²/λz, die Anzahl der Fresnel-Zonen, die von der Scheibe oder dem Loch verdeckt werden
r_n- der äußere Rand der n-ten Zone, √(nλz); auf einer Zonenplatte, r1√n
- Versagt, wenn
- Fresnels Theorie geht davon aus, dass das Licht den Schirm in kleinen Winkeln erreicht. Die exakte skalare Theorie setzt das Zentrum des Schattens auf z²/(z² + a²) des ungestörten Strahls: 0,999996 für Aragos Schirm in einem halben Meter Entfernung, aber 0,8 bei z = 2a und auf die Hälfte bei z = a. Fresnel formulierte denselben Vorbehalt. Das Theorem gilt, „tant qu'il n'en résulte pas une trop grande obliquité“.
Aufgabe vollständig gelöst
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Eine 2 cm Scheibe, fünf Meter von der Wand entfernt 3 Schritte
Eine Scheibe von 2 cm Durchmesser steht 5 m von einer Wand entfernt und wird von einem 633 nm Laser beleuchtet. Wie viele Zonen verdeckt sie, wie breit ist der Fleck und wie glatt muss ihr Rand sein, wenn Fehler wie eine Glockenkurve gestreut sind, bevor der Fleck die Hälfte seiner Helligkeit einbüßt? Das Radius-Feld endet bei 5 mm, was für diese Scheibe nicht ausreicht. Klick zuerst auf Aragos 2 mm Scheibe: Dort wird das erste Minimum des Flecks, 0,1205 mm, für eine zehnmal kleinere Scheibe in einem Zehntel der Entfernung ausgegeben.
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Die abgedeckten Zonen, N = a²/λz:
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Tief im Schatten beträgt der Radius des Flecks bis zu seinem ersten Minimum 0,38274 λz/a, und λz/a ist derselbe Wert wie für die 2 mm Scheibe bei einem halben Meter:
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Der Randfehler, der den Fleck halbiert, löst die Gleichung exp(−(2πaσ/λz)²) = ½:
Antwort
31,6 Zonen, ein Fleck von 0,1211 mm Radius und ein auf 42 µm r.m.s. genauer Rand. Die Kernschatten-Formel liefert für die 2 mm Scheibe dieselben 0,1211 mm, weil sie von a und z nur über λz/a abhängt. Das vollständige Integral der Seite setzt das erste Minimum dieses Schirms auf 0,1205 mm, da 3,16 Zonen noch kein tiefer Schatten sind. Hinter der 2 cm Scheibe, mit zehnmal so vielen Zonen, stimmen das vollständige Integral und die Formel auf vier Stellen überein. Die Toleranz am Rand wird ebenfalls durch λz/a bestimmt. Sie ist also nicht strenger, obwohl der Schatten um den Fleck herum nun weitaus dunkler ist.
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Lernpfad
Wellenoptik
Quellen (3)
- Arago's report on the 1818 diffraction prize, read on 15 March 1819: “M. Poisson, avait déduit des intégrales rapportées par l'auteur le résultat singulier que le centre de l'ombre d'un écran circulaire opaque devait … être aussi éclairé que si l'écran n'existait pas … l'observation a parfaitement confirmé le calcul” (No. XIII, p. 236); and Fresnel's own note: the theorem holds whatever the screen's diameter and distance “tant qu'il n'en résulte pas une trop grande obliquité”, for every colour, so the point must be white in white light, and “M. Arago a vérifié [ce résultat] sur l'ombre d'un écran de 2 millimètres de diamètre” (No. XIV, Note I, p. 369): A. Fresnel, Œuvres complètes, tome I, ed. H. de Senarmont, É. Verdet and L. Fresnel. Imprimerie impériale, Paris, 1866. No. XIII (Arago's report, pp. 229–246) and No. XIV, Note I (pp. 365–369).
- Why a real spot falls short: in the wave picture the spot “has intensity equal to the undisturbed wave front”, but “it is necessary to include disc-edge roughness to account for the intensity variation in experimental Poisson spot measurements”; their 2009 deuterium experiment used a disc of radius 30 µm with an edge roughness of about 300 nm and gave a spot “about a factor of 100 less than the undisturbed wave front”: T. Reisinger, G. Bracco and B. Holst, “Particle–wave discrimination in Poisson spot experiments”, New Journal of Physics 13, 065016 (2011).
- The zone plate's history: “usually attributed to Soret, though Lord Rayleigh constructed one four years previously, as shown by an entry in his notebook”, with the entry of 11 April 1871 quoted (“The experiment of blocking out the odd Huygens zones so as to increase the light at centre succeeded very well”): R. W. Wood, Physical Optics, 3rd edition. Macmillan, New York, 1934. pp. 37–38.